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Bohuslän - Allgemeines
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Fläche: 4.473 km²
Einwohner: 270.628
Einwohner pro km²: 60,5

Bohuslän ist eine historische Provinz (schwedisch landskap) in Schweden. Sie liegt in Westschweden, nördlich von Göteborg und ist durch felsige Küsten mit vorgelagerten Inseln (zum Beispiel Tjörn, Orust, Marstrand) und Schären gekennzeichnet. In Bohuslän befindet sich mit Gullmaren Schwedens einziger Fjord. Die größte Stadt in Bohuslän ist Uddevalla.
Wirtschaftlich wird die Region von der Nähe zu Göteborg dominiert. Für Reisende sind vor allem die landschaftliche Vielfalt und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Interesse, die sich auch durch den beliebten Sommer-Wanderweg Bohusleden erschließen lassen. Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt sind die Felsritzungen, hällristningar, in und um Tanumshede, die zum Weltkulturerbe gehören.
Die klimatische Gunstlage mit vielen Sonnenstunden und angenehmen Temperaturen im Sommer (Juli/August meist zwischen 22-26°) trägt zur Attraktivität der Region bei.
Bohuslän grenzt im Norden an Norwegen, im Osten an Dalsland und im Südosten an Västergötland.

Der norwegische König Harald I. machte die Gegend um 870 zu einem Teil Norwegens und ungefähr ab dem 13. Jahrhundert ist die Region unter verschiedenen Abwandlungen des Namens Bohuslän bekannt. Nach der Auflösung der Kalmarer Union wurde die Gegend unter dänisch-norwegischer Personalunion geführt und 1658 ging sie im Frieden von Roskilde an Schweden.
Der schwarze Tod von 1349 traf Bohuslän schwer. Etwa die Hälfte der Bevölkerung starb und somit stand ein Großteil der Gehöfte leer. Außerdem war die Periode zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert recht kühl, was zu einem verringerten Bevölkerungswachstum führte. Die Landwirtschaft hatte sich erst im 17. Jahrhundert ausreichend erholt.
Aufschwünge gab es immer, wenn reichlich Heringe vorkamen. Zwischen 1559 und 1588 fand diese Tatsache großes Interesse beim dänischen König Friedrich II., der die Fischerei mit Steuern und Zöllen belegte. In dieser Zeit wurden jährlich etwa 500- bis 800.000 Tonnen Hering gefischt. Auch zwischen 1747 und 1808 waren die Heringsschwärme groß, was zu einer weiteren Blüte der Provinz führte. Es entstanden viele Fischersiedlungen und gleichzeitig veränderte sich die Landschaft da viele Wälder für Wohnhäuser, Boote und Fischverarbeitungsanlagen abgeholzt wurden. Übrig blieben kahle Klippen, die heute noch die Landschaft prägen, obwohl im Landesinneren zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstärkt aufgeforstet wurde.

Landschaftssymbole
Pflanze: Vildkaprifol/Wald-Geißblatt
Tier: Knubbsäl/Seehund
Vogel: Strandskata/Elster
Insekt: Myskbock/Moschusbock
Pilz: Ängsvaxskivling/Wiesen-Ellerling
Fisch: Makrill/Makrele
Moos: Vaxmossa/Douinis Moos


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Letzte Aktualisierung: Samstag, 17. April 2010 

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