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Fläche: 198 km² Einwohner: 489.797 Einwohner pro km²: 2.474
Göteborg (dt. veraltet und ndl. Gotenburg, engl. Gothenburg, dän. Gøteborg) ist eine schwedische Großstadt in den Landschaften Västergötland und Bohuslän und Hauptstadt der Verwaltungseinheit Västra Götalands län. Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens. Die Stadt mit der umliegenden Gemeinde gliedert sich in 21 Stadtbezirke. Im Großraum Göteborg leben derzeit 879.298 Menschen. Im Vergleich etwa zu Stockholm weist Göteborg eine klimatische Gunstlage auf und hat mit einem eisfreien Seehafen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor (Schwerindustrie und Fährschifffahrt).
Die Universitätsstadt liegt an der Westküste Schwedens beiderseits des Flusses Göta älv, der dort in das Kattegat mündet. Die Stadtteile, die sich nördlich des Flusses befinden, liegen auf der Insel Hisingen, die viertgrößte und bevölkerungsreichste Insel Schwedens. Nördlich des Göteborger Hafens befinden sich außerdem die Inseln Tjörn und Orust. Größere Bereiche Hisingens gehören zur Landschaft Bohuslän, während die südlicheren Gebiete Göteborgs in Västergötland liegen.
Der Stadt vorgelagert liegen im Kattegat die Schären (skärgård) mit kleinen und kleinsten felsigen Schäreninseln, die teilweise bewohnt sind.
Es wohnten über mehrere tausend Jahre hinweg Menschen dort, wo Göteborg sich heute befindet. Im Steinzeitalter gab es eine richtige Belagerung am Ausfluss des Göta älvs, im heutigen Stadtteil Sanna. Es befinden sich in Göteborg 11 Petroglyphen, d. h. in Stein oder Fels geritzte bildliche Darstellungen aus prähistorischer Zeit. Um 1100 flüchteten die Bewohner ca. 40 km weit flussaufwärts wegen zu vieler Plünderungen durch die Seefahrer. Dort entstand Gamla Lödöse (auch Lödöse genannt), Göteborgs älteste Vorgängersiedlung. Ein anderer Vorläufer Göteborgs war die Festung Älvsborg. Das Delta des Göta älv war zu dieser Zeit Schwedens einziger Zugang zum Atlantik. Da die skandinavische Vormacht des Mittelalters, Dänemark, den Zugang zur Ostsee kontrollierte, hatte der Atlantikhafen für Schweden besondere Bedeutung. Im 13. Jahrhundert wurde die Festung Älvsborg an den Klippen des heutigen Stadtteils Kungsladugård gebaut. Lödöse lag zu weit vom Flussdelta entfernt, weshalb man eine neue Stadt, Neu Lödöse, im Jahr 1473 im Stadtteil Säve baute. Heute befindet sich dort der Stadtteil Gamlestaden. Um die Festung herum bildete sich in Richtung Westen ebenfalls ein Dorf. Die Festung selbst wurde von den Dänen 1563 und 1612 erobert. Beide Male mussten die Schweden hohe Ablösesummen – Älvsborgs Lösegelder genannt – bezahlen, um die Festung zurück zu bekommen.
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