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Öland - Allgemeines
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Fläche: 1.342 km²
Einwohner: 24.628
Einwohner pro km²: 18,4

Öland ist eine schwedische Ostseeinsel in der Provinz Kalmar län. Sie ist mit dem Festland seit 1973 durch eine 6 km lange Brücke verbunden. Mit 137 km Länge und maximal 16 km Breite ist Öland die kleinste historische Provinz Schwedens.
Die Insel Öland ist eine Hochfläche mit einer höchsten Erhebung von 57 Metern über Meereshöhe (Galgbacken). Die Hochfläche fällt nach Westen steil ab, während sie nach Osten hin Küstenterrassen bildet. Oberflächengesteinsarten sind Sandstein, Schiefer und Kalkstein. Da die Erdschicht aufgrund von Erosion nur dünn ist, bestehen große Teile der Insel - vor allem im Süden - aus einer Karst- und Heidelandschaft (Stora Alvaret) mit entsprechender reicher Fauna. Im Norden zeigen die Rauksteine von Byrum, dass die Insel einst aus dem Meer aufstieg.

Die Pflanzenwelt auf Öland wird durch den Karstuntergrund (vergl. Burren) und das Klima bestimmt: kleinwüchsige Bäume und Sträucher in einer wasserarmen Zone. Aufgrund des für Schweden ungewöhnlichen Bodens (fossile Bergarten) finden sich in der Pflanzenwelt Ölands viele außergewöhnliche Blumen, besonders 34 Orchideenarten. An der Südspitze der Insel liegt ein ausgedehntes Vogelschutzgebiet und eine Forschungsstation für Ornithologie. Typisch für Öland sind die überall anzutreffenden Windmühlen. Von den ehemals 2000 Windmühlen sind noch 400 erhalten. Heute ist Öland eine vielbesuchte Ferieninsel. Der Süden ist zur Kulturlandschaft südliches Öland zusammengefasst.

Zwischen dem Festland und der Insel liegen auf der Granitinsel Blå Jungfrun (Blaue Jungfrau) mitten im Kalmarsund ein Nationalpark und eine Trojaburg, ein Labyrinth aus der Bronzezeit ca. 1500-500 v.Chr.

Öland, die Insel der Steinmonumente, wurde ab 7000 v. Chr. von Jägern bewohnt (davor lag es lange unter dem Meeresspiegel). In der Jungsteinzeit um ungefähr 4000 v.Chr. wurde es von Ackerbauern besiedelt. Über 13.000 archäologische Fundstätten zeugen von seiner Geschichte bis ins Mittelalter. Zwischen 1.500 und 500 v. Chr., in der Bronzezeit, wurden große Hügelgräber angelegt; darunter der Blå Rör, der größte der 100 Tumuli (Röse) auf der Insel. Auch Menhire, zum Teil auf ganzen Feldern (Gräberfeld bei Gettlinge, Mysinge, Seby) oder Odins Flisor sind häufig anzutreffen, Schiffssetzungen sind hingegen selten. Aus der Völkerwanderungszeit (400 - 550 n.Chr.) stammen die großen Burgen wie die Gråborg, Ismantorp und Eketorp. Unter den Runensteinen ragen der Karlevistenen und die Steine von Lerkaka heraus. Eine erste größere Siedlung entstand um 750 n. Chr. bei Köpingsvik im Norden der Insel.

Um 800 n. Chr. gehörte Öland zum Machtgebiet der Svear, hatte aber einen eigenen Rechtsstatus. Im Mittelalter gewann Öland durch seine Lage am Kalmarsund, der damals eine wichtige Seestraße war, an Bedeutung. Die Entstehung des Marktes Köping als Handelsplatz und der Bau eines Kastells bei Borgholm, das später zu einer großen Burg ausgebaut wurde, zeugen davon.

Öland wurde zwischen 1300 und 1700 in die schwedisch-dänischen Kriege hineingezogen: In den 1360er Jahren, den 1450er Jahren, am Beginn des 16. Jahrhunderts, während des Kalmarkrieges 1611-1613 und nach der Niederlage der schwedischen Flotte an der Südspitze Ölands 1676 wurde die Insel von dänischen Truppen heimgesucht.

Öland, das seit 1617 zur Provinz Kalmar gehört hatte, wurde 1817 eine eigene Provinz, aber schon 1824 wurde sie wieder Kalmar einverleibt.

Öland war lange eine ausgeprägte Agrarlandschaft. Dies führte aufgrund des Bevölkerungswachstums Anfang des 19. Jahrhunderts zu einer Arbeitsmigration (nach Deutschland und Dänemark) und ab 1880 - nach einer Agrarkrise - zu einer erneuten Auswanderungswelle, bei der etwa die Hälfte der Bevölkerung Öland verließ. Auch heute weist Öland sinkende Einwohnerzahlen auf.


Landschaftssymbole
Pflanze: Solvända/Sonnenröschen
Tier: Näktergal/Nachtigall
Vogel: Näktergal/Nachtigall
Insekt: Rosenvingad gräshoppa/Gefleckte Schnarrschrecke
Pilz: Vårmusseron/Ritterling
Fisch: Skrubbskädda/Flunder
Moos: Slät klockmossa/Gemeines Glockenhutmoos


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Letzte Aktualisierung: Samstag, 17. April 2010 

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