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Fläche: 9.979 km² Einwohner: 418.480 Einwohner pro km²: 41,3
Östergötland ist eine historische Provinz (schwedisch landskap) in Schweden. Sie grenzt im Süden an die historische Provinz Småland grenzt, im Westen an Västergötland, im Norden an Närke und Södermanland und im Osten an die Ostsee.
Östergötland hat Anteil am Südschwedischen Hochland und der Mittelschwedischen Senke. Im Zentrum der Provinz liegt die Östgöta-Ebene, die sich von Osten nach Westen erstreckt und eine Region von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist. Nördlich der Östgöta-Ebene liegt eine Verwerfungszone mit steil aufsteigendem Hügelland, das sich sanft nach Norden senkt, und tief eingeschnittenen Seen und Tälern. Südlich der Ebene erstrecken sich die Ausläufer des Südschwedischen Hochlandes, eine Hügellandschaft mit zahlreichen Seen. Eine vierte Landschaftsform bilden die Küste und die zahlreichen Schären, die Reste eiszeitlicher Gletschermoränen sind. Östergötlands größter Fluss ist der Motala ström, der den See Vättern über mehrere Seen in die Ostsee entwässert. An der Ostseeküste Östergötlands liegen viele Inseln, die einen Schärenhof bilden. Die Küste wird von tief in das Land gehenden Buchten, wie z. B. Bråviken im Norden, Gröpviken und Slätbaken weiter südlich oder Valdemarsviken an der Grenze zu Småland, eingeschnitten. Zwischen Bråviken und Slätbaken liegt die etwa 600 km² große Halbinsel Vikbolandet. Die Küste zum Vättersee ist im Süden hoch und steil und wird nach Norden hin flacher und seichter. Hier gibt es auch keine Inseln in Strandnähe, sondern diese liegen, wie z. B. Jungfrun, Illegrundet, Fjuk, weiter in den See hinein. Ganz im Norden befindet sich die Insel Röknehufvud, die durch eine schmale Meerenge von der zur Provinz Närke gehörenden Insel Stora Röknen getrennt ist. Östergötlands wichtigste Städte sind Norrköping, Linköping, Motala, Finspång, Söderköping und Vadstena.
Östergötland gehört zu den wichtigsten Agrargebieten Schwedens. Die Landwirtschaft spielt – stark rationalisiert – noch immer eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Provinz. Die industrielle Entwicklung war vielfältig, zu Industriezentren haben sich vor allem die Städte Linköping (Flugzeug- und Rüstungsindustrie, Lebensmittelindustrie), Norrköping (u.a. Ericsson), Finspång (Metallverarbeitende Industrie) und Motala entwickelt.
Zeugnisse von der ältesten Geschichte geben vor allem die Gräber, wovon die meisten in den 1740 Grabfeldern der Provinz liegen. Die älteste Besiedlung ist vor allem an der Küste und in der Östgöta-Ebene zwischen der Küste und dem See Vättern nachweisbar. Aus der Bronzezeit stammen die Grabhügel rund um den See Takern und etwa 280 Felszeichnungen mit über 3500 Figuren, wovon die meisten am Motala-Fluss, vor allem bei Norrköping, liegen. Reiche Schatz- und Grabfunde geben ein Bild über die kulturelle Entwicklung ab Christi Geburt, Runensteine, wie z.B. der berühmte Rök-Stein, ergänzen das Bild. Eisen- und Kupferfunde führten zur Gründung einer metallverarbeitenden Industrie im 17. Jahrhundert. Ende des 17. Jahrhunderts und am Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Textilindustrie, die sich um Norrköping konzentrierte. Der Bau des Göta-Kanals, der Eisenbahnhauptlinie Stockholm-Helsingborg und anderer Eisenbahnlinien führten zu einem industriellen Aufschwung der Region. Im 20. Jahrhundert setzte die industrielle Entwicklung fort (der Anteil der Beschäftigten im sekundären Sektor liegt deutlich über dem Reichsschnitt), wobei sich Linköping zur bedeutendsten Industriestadt entwickelte.
Landschaftssymbole Pflanze: Blåklint/Kornblume Tier: Knölsvan/Höckerschwan Vogel: Knölsvan/Höckerschwan Insekt: Läderbagge/Juchtenkäfer Pilz: Kantkremla/Speisetäubling Fisch: Gädda/Hecht Moos: Vattenstjärna/Schwimm-Lebermoos
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