Besucherguide Schweden
Thema: Essbare Schätze aus Schwedens Natur
Schwedens essbare Wildnis entdecken: Ein umfassender Guide zu Beeren, Pilzen und Pflanzen – mit Infos zu Sammelzeiten, Standorten und wichtigen Tipps zur sicheren Bestimmung.
1. Beeren: Die Stars des schwedischen Sommers und Herbstes
Heidelbeeren (Blåbär)
- Wann und Wo: Ab Juli bis in den Spätsommer hinein in fast allen Wäldern, besonders an lichten Stellen und unter Kiefern.
- Merkmale: Kleine, blauschwarze Beeren mit einer weißen, wachsartigen Schicht. Sie wachsen an kleinen, niedrig wachsenden Büschen mit ovalen Blättern.
- Geschmack: Süß, saftig und aromatisch. Sie färben Zähne und Zunge blau.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Sie sind sehr charakteristisch. Selten können Preiselbeerblätter in der Nähe sein, aber die Beeren sind deutlich unterschiedlich. Kann mit der Rauschbeere (siehe nächster Eintrag) verwechselt werden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeeren
Rauschbeeren (Odon)
- Wann und Wo: Wächst oft an denselben Orten wie Heidelbeeren, aber auch in feuchteren Moorgebieten und an Wegrändern.
- Merkmale: Die Beeren sind bläulich-schwarz, aber das Fruchtfleisch ist hell und weißlich und der Saft ist farblos. Die Zweige sind rund und die Blätter sind glattrandig.
- Geschmack: Wässrig und geschmacksarm. Große Mengen können zu Magenbeschwerden führen. Die Beeren werden daher meist als „giftverdächtig“ geführt, vom Verzehr wird abgeraten.
- Verwechslungsgefahr: Dies ist die größte Verwechslungsgefahr für Heidelbeeren in Schweden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Rauschbeere
Preiselbeeren (Lingon)
- Wann und Wo: Spätsommer und Herbst (August-Oktober), oft auf trockeneren Waldböden und in Heidelandschaften.
- Merkmale: Kleine, leuchtend rote, runde und feste Beeren, die in Trauben wachsen. Die Blätter sind klein, ledrig und immergrün.
- Geschmack: Herb und säuerlich im rohen Zustand. Nach dem Kochen süßer.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Ihre roten, festen Beeren sind unverkennbar.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Preiselbeere
Moltebeeren (Hjortron)
- Wann und Wo: Ende Juli bis August, hauptsächlich in Mooren und sumpfigen Gebieten im Norden Schwedens, aber auch weiter südlich in geeigneten Habitaten.
- Merkmale: Orangefarbene Beeren, die einer Himbeere ähneln. Sie bestehen aus mehreren kleinen Beeren, die an einer einzelnen Frucht haften.
- Geschmack: Einzigartig, süß-säuerlich und hocharomatisch.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die orangefarbenen, an Himbeeren erinnernden Beeren sind einzigartig.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Moltebeere
Krähenbeeren (Kråkbär)
- Wann und Wo: August bis Oktober. Sie wachsen oft auf sauren, moorigen Böden, in Nadelwäldern und an Felsen.
- Merkmale: Kleine, schwarze, glänzende Beeren. Sie wachsen an einem niedrigen, kriechenden Busch mit nadelähnlichen Blättern.
- Geschmack: Wässrig und leicht säuerlich. Weniger aromatisch als andere Beeren.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die kleinen, schwarzen Beeren, die an Wacholderbeeren erinnern, sind leicht zu erkennen.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Krähenbeeren
Moosbeeren (Tranbär)
- Wann und Wo: Hauptsächlich im Herbst, von September bis in den späten Herbst, in Mooren und Feuchtgebieten. Oft können sie auch nach dem ersten Frost noch geerntet werden, da dies ihren Geschmack verbessert.
- Merkmale: Leuchtend rote, kleine Beeren, die oft an langen, dünnen Stielen wachsen.
- Geschmack: Sehr sauer und herb im rohen Zustand. Werden meist gekocht oder verarbeitet.
- Verwechslungsgefahr: Die nordamerikanische Cranberry (Vaccinium macrocarpon) ist nah verwandt und sieht ähnlich aus, wächst aber in Schweden nicht wild.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Moosbeeren
Brombeeren (Björnbär)
- Wann und Wo: August bis September. Sie finden sich vor allem im südlichen und mittleren Schweden an Waldrändern, Lichtungen und in Gebüschen.
- Merkmale: Die bekannten, dunkelviolett bis schwarzen Sammelfrüchte, die an dornigen Ranken wachsen.
- Geschmack: Süß und saftig, mit einem leicht herben Nachgeschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Brombeeren
Kratzbeere / Bereifte Brombeere (Salmbär)
- Wann und Wo: August bis September. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet, in Schweden aber regional am bekanntesten auf den Inseln Gotland und Öland. Sie wächst dort oft an Ufern und in Hecken.
- Merkmale: Kleinere Sammelfrucht, die aus wenigen Einzelkügelchen besteht und typischerweise einen bläulich-weißen Wachsüberzug (Bereifung) hat.
- Geschmack: Ähnlich der Brombeere, aber leicht säuerlich und weniger intensiv.
- Verwechslungsgefahr: Mit anderen Brombeerarten.
- Verwendung in Schweden: Wird auf Gotland traditionell zu Marmelade (Salmbärssylt) verarbeitet, die zum Safrankuchen serviert wird.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kratzbeere
Arktische Brombeere / Allackerbeere (Åkerbär)
- Wann und Wo: Juli bis August. Seltenere Beere, die hauptsächlich im nördlichen Schweden in sumpfigen Gebieten und an Waldrändern wächst.
- Merkmale: Eine kleine, dunkelrote Sammelfrucht mit intensivem Duft.
- Geschmack: Außerordentlich süß und hocharomatisch, gilt als Delikatesse.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Allackerbeere
Johannisbeeren (Vinbär)
- Wann und Wo: Juli bis August. Wilde Johannisbeeren wachsen in feuchteren Wäldern und an Flussufern im ganzen Land.
- Merkmale: Kleine Beeren, die in Trauben wachsen. Je nach Art rot oder schwarz.
- Geschmack: Rote Johannisbeeren sind sauer, schwarze süßer und aromatischer.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Johannisbeeren
Steinbeeren (Stenbär)
- Wann und Wo: Juli bis August. Sie finden sich im ganzen Land, oft an steinigen, moosbedeckten Waldböden in Nadelwäldern.
- Merkmale: Kleine, leuchtend rote Früchte, die an niedrigen Pflanzen wachsen.
- Geschmack: Herb und eher fad, werden meist gekocht zu Marmelade oder Gelee verarbeitet.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinbeere
Hagebutten (Nypon)
- Wann und Wo: September bis Oktober, oft nach dem ersten Frost. Die Sträucher wachsen an Waldrändern, Wiesen und in Hecken.
- Merkmale: Die bekannten, ovalen, roten Früchte von Wildrosen.
- Geschmack: Süß-säuerlich und sehr reich an Vitamin C. Sie werden meist zu Suppe oder Mus verarbeitet.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte
Himbeeren (Hallon)
- Wann und Wo: Juli bis August, oft an Waldrändern, Lichtungen und ehemaligen Schlagflächen.
- Merkmale: Rote, weiche Sammelfrüchte, die leicht vom Stiel abgehen. Sie wachsen an stacheligen Büschen.
- Geschmack: Sehr süß und aromatisch.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Wildhimbeeren sind leicht zu erkennen.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Himbeere
Walderdbeeren (Smultron)
- Wann und Wo: Juni bis Juli, an sonnigen Waldrändern, Wiesen und Böschungen.
- Merkmale: Kleinere, hocharomatische Früchte als Gartenerdbeeren. Die Pflanzen wachsen niedrig und breiten sich über Ausläufer aus.
- Geschmack: Intensiv süß und duftend.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die kleinen, hocharomatischen Früchte sind unverwechselbar.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wald-Erdbeere
2. Pilze: Die Vielfalt des Waldes
Bitte beachte diesen wichtigen Hinweis zum Pilzesammeln.
Maipilz (Vårmusseron)
- Wann und Wo: April bis Juni, oft in Gruppen in Wäldern, auf Lichtungen und in Parks, manchmal sogar in Gärten. Bevorzugt kalkhaltige Böden.
- Merkmale: Hut weißlich bis cremefarben, jung halbkugelig, später ausgebreitet. Die Lamellen stehen dicht beieinander. Der Stiel ist weißlich und fest. Der Pilz hat einen markanten, mehlartigen Geruch.
- Geschmack: Sehr würzig und mehlig, ideal für Saucen oder Suppen.
- Verwechslungsgefahr: Hoch. Kann mit giftigen Arten wie dem Weißen Trichterling verwechselt werden. Ein sicheres Erkennungsmerkmal ist der deutliche Geruch nach Mehl.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Maipilz
Pfifferling (Kantarell)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, oft in Moos unter Birken, Fichten und Kiefern.
- Merkmale: Dottergelb bis orange-gelb, trichterförmiger Hut, fleischig, Lamellen laufen am Stiel herab und sind eher Leisten als echte Lamellen.
- Geschmack: Fein-würzig, leicht pfeffrig mit einem charakteristischen Aprikosenaroma.
- Verwechslungsgefahr: Mäßig. Der Falsche Pfifferling (gelborange, Lamellen statt Leisten, riecht nicht so intensiv nach Aprikose) ist ungenießbar, aber nicht giftig. Der Leuchtende Ölbaumtrichterling (giftig) ist in Schweden seltener und wächst auf Holz.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Pfifferling
Steinpilz (Karljohan/Stensopp)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, in Laub- und Nadelwäldern.
- Merkmale: Großer, fester Pilz mit braunem Hut (oft kugelig bei jungen Pilzen), weißer bis gelbgrünlicher Röhrenschicht, bauchiger bis keuliger Stiel mit feinem weißem Netz.
- Geschmack: Mild, nussig, sehr aromatisch, gilt als einer der edelsten Speisepilze.
- Verwechslungsgefahr: Mäßig. Der Gallenröhrling (ungenießbar, bitter) sieht ähnlich aus, hat aber eine rosa Röhrenschicht und rosa Poren, kein Netz am Stiel.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Steinpilz
Flockenstieliger Hexenröhrling (Blodsopp)
- Wann und Wo: Mai bis Oktober, in Laub- und Nadelwäldern, oft unter Buchen und Fichten. Er ist weit verbreitet und gehört zu den frühen Röhrlingen.
- Merkmale: Dunkelbrauner bis rotbrauner Hut, gelbe Röhren mit kräftig roten Poren. Der Stiel ist gelblich und dicht mit roten, flockigen Schüppchen besetzt (kein Netz!). Das Fleisch verfärbt sich bei Verletzung sofort intensiv blau.
- Geschmack: Mild, würzig und festfleischig, gilt als hervorragender Speisepilz.
- Verwechslungsgefahr: Hoch. Ähnelt dem essbaren, aber in Kombination mit Alkohol unverträglichen Netzstieligen Hexenröhrling (hat ein Netz am Stiel) und dem giftigen Satansröhrling (hellgrauer Hut, deutliches Netz am Stiel). Wichtig: Er ist im rohen Zustand giftig und muss mindestens 15 Minuten gut durchgegart werden, um die Giftstoffe abzubauen!
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Flockenstieliger_Hexen-Röhrling
Rotkappe (Aspsopp/Tegelsopp)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, unter Birken, Espen und anderen Laubbäumen.
- Merkmale: Hut orange-rot bis ziegelrot, Stiel weißlich mit groben, faserigen schwarzen Schüppchen (ähnlich Birkenpilz, aber dunkler), Röhrenschicht weißlich. Das Fleisch verfärbt sich beim Schneiden bläulich oder gräulich.
- Geschmack: Mild, angenehm pilzig, festfleischig.
- Verwechslungsgefahr: Gering mit giftigen Pilzen. Kann mit anderen essbaren Raufußröhrlingen verwechselt werden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Laubwald-Rotkappe
Birkenpilz (Björksopp)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, fast ausschließlich unter Birken.
- Merkmale: Heller brauner Hut (oft schmierig bei Feuchtigkeit), weißlicher Stiel mit feinen dunklen Schüppchen (mausgrau), weißliche bis gräuliche Röhrenschicht. Das Fleisch verfärbt sich beim Schneiden kaum.
- Geschmack: Milder, angenehmer Pilzgeschmack, nicht sehr intensiv.
- Verwechslungsgefahr: Gering mit giftigen Pilzen. Kann mit anderen essbaren Raufußröhrlingen verwechselt werden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Birkenpilz
Maronenröhrling (Brunsopp)
- Wann und Wo: Juli bis November, besonders häufig in Nadelwäldern (Kiefern, Fichten), oft auch am Waldrand.
- Merkmale: Dunkelbrauner bis kastanienbrauner, oft samtiger Hut, gelbliche bis olivgrüne Röhren, die sich bei Druck intensiv blau verfärben. Der Stiel ist gelblich-bräunlich und nicht genetzt.
- Geschmack: Kräftig, nussig und aromatisch.
- Verwechslungsgefahr: Mäßig. Ähnelt dem Gallenröhrling (bitter, nicht giftig) oder dem ungenießbaren Schönfußröhrling, aber die stark blaue Verfärbung bei Druck ist ein gutes Erkennungsmerkmal.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Maronen-Röhrling
Krause Glucke (Höstkantarell/Trumpetsvamp)
- Wann und Wo: August bis November, oft am Fuße von Kiefern oder an deren Stümpfen.
- Merkmale: Sieht aus wie ein großer, unregelmäßiger, gelbbrauner bis hellbrauner Schwamm oder eine "Glucke" mit vielen krausen, überlappenden Lappen.
- Geschmack: Sehr intensiv pilzig, nussig und aromatisch.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Durch ihre einzigartige Form kaum zu verwechseln.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Krause_Glucke
Trompetenpfifferling (Trattkantarell)
- Wann und Wo: September bis Dezember (oft bis zum ersten Frost), bevorzugt in feuchten Nadelwäldern (Fichten, Kiefern), oft in großen Gruppen im Moos.
- Merkmale: Kleiner als der Pfifferling, gelblich-brauner bis graubrauner Hut mit einem trichterförmigen Stiel, der oft hohl ist und gelbliche Leisten (selten echte Lamellen) hat, die am Stiel herablaufen.
- Geschmack: Mild und aromatisch, mit einem leicht pfeffrigen Nachgeschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Ähnelt am ehesten dem giftigen Spitzhütigen Knollenblätterpilz im frühen Stadium, aber dieser wächst meist einzeln und hat eine Scheide an der Basis.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Trompetenpfifferling
Semmelstoppelpilz (Blektaggsvamp)
- Wann und Wo: August bis November, in Nadel- und Laubwäldern, oft unter Fichten, Buchen und Eichen, bevorzugt auf kalkhaltigen Böden.
- Merkmale: Der Hut ist cremefarben bis hellgelblich oder ockerbraun, oft unregelmäßig geformt. Die Unterseite ist mit dicht stehenden, brüchigen, creme- bis ockerfarbenen Stacheln besetzt, die sich leicht abbrechen lassen und am Stiel herablaufen. Der Stiel ist kurz und oft exzentrisch.
- Geschmack: Sehr mild, angenehm pilzig, leicht nussig. Er gilt als hervorragender Speisepilz.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Aufgrund seiner markanten Stacheln auf der Hutunterseite ist er kaum zu verwechseln. Es gibt eine orange-gelbe Art (Orangestoppelpilz), die aber ebenfalls essbar ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Semmel-Stoppelpilz
Samtfußkrempling (Pluggskivling)
- Wann und Wo: August bis November, häufig in Nadel- und Laubwäldern, oft an Baumstümpfen oder bemoosten Stellen.
- Merkmale: Gelbbrauner bis olivbrauner, samtiger Hut, der jung eingerollt ist. Lamellen gelblich-oliv und stark am Stiel herablaufend. Stiel kurz und dick.
- Geschmack: Kräftiger, angenehmer Pilzgeschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering, aber wichtig zu wissen ist, dass er roh giftig ist. Er muss immer gut erhitzt werden (min. 15-20 Minuten braten), da er sonst Magen-Darm-Probleme verursachen kann. Der Samtfuß-Krempling ist nur jung essbar und gilt aufgrund seiner Bitterkeit im Allgemeinen nicht als Speisepilz..
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Samtfuß-Holzkrempling
Morchel (Murkla)
- Wann und Wo: April bis Juni, oft in Auwäldern, auf kalkreichen Böden und bei Eschen, aber auch in Parks oder unter Kiefern.
- Merkmale: Der Hut ist kegel- oder eiförmig und hat eine deutlich wabenartige, bienenwabenähnliche Struktur. Er ist fest mit dem hohlen Stiel verwachsen. Der ganze Pilz ist innen hohl.
- Geschmack: Nussig, würzig und sehr aromatisch, gilt als einer der begehrtesten Speisepilze.
- Verwechslungsgefahr: Hoch. Die Morchel kann mit der giftigen Frühjahrslorchel verwechselt werden. Ein entscheidender Unterschied: Der Hut der Morchel hat eine wabenartige Struktur, der der Frühjahrslorchel sieht eher gehirnartig gewunden aus und der Pilz ist nicht hohl.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Speise-Morchel
Raufuß (Strävsopp)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, in Laub- und Nadelwäldern, je nach Art unter verschiedenen Bäumen wie Birken, Fichten oder Kiefern.
- Merkmale: Kennzeichnend sind die dunklen, faserigen Schuppen am Stiel, die ihm ein "rauhes" Aussehen geben. Der Hut kann verschiedene Farben haben. Das Fleisch verfärbt sich oft beim Anschneiden.
- Geschmack: Sehr mild, eignet sich gut für Pilzmischgerichte.
- Verwechslungsgefahr: Gering mit giftigen Pilzen. Es gibt viele essbare Raufuß-Arten, die sich gut bestimmen lassen.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Leccinum
Violetter Lacktrichterling (Ametistskivling)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, in Laub- und Nadelwäldern, oft in Moos und an feuchten Stellen.
- Merkmale: Der Pilz ist von Hut bis Stiel kräftig violett gefärbt, jung mit einem konvexen Hut, der später trichterförmig wird. Die Lamellen sind weit auseinanderliegend und haben dieselbe Farbe wie der Pilz. Der Pilz wird bei Trockenheit fast weiß.
- Geschmack: Mild, leicht, kann als Farbtupfer in Pilzpfannen verwendet werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering, da die violette Farbe sehr markant ist. Kann mit dem ungenießbaren, violetten Schleierling verwechselt werden, der aber einen faserigen Stiel und eine Spinnwebe-artige Schleierhaut hat.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Violetter_Lacktrichterling
Täubling (Kremla)
- Wann und Wo: Juli bis Oktober, in Laub- und Nadelwäldern. Oft sind es sehr bunte Pilze.
- Merkmale: Sie haben einen festen Stiel und die Lamellen brechen leicht, wenn man mit dem Finger dagegen drückt (im Gegensatz zu den Lamellen von Risspilzen oder Schleierlingen). Die Hutoberfläche ist oft leuchtend gefärbt (rot, grün, gelb).
- Geschmack: Da es viele Arten gibt, variiert der Geschmack. Die Regel ist: Alle scharf schmeckenden Täublinge sind ungenießbar bis leicht giftig, alle mild schmeckenden sind essbar. Mach immer eine Geschmacksprobe an einem kleinen Stück!
- Verwechslungsgefahr: Hoch. Es gibt viele Arten, darunter auch ungenießbare und leicht giftige. Dennoch gilt: Die mild schmeckenden sind essbar. Eine wichtige Faustregel ist, dass der Stiel bei Bruch wie Kreide bricht, ohne zu splittern.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Täublinge
Edel-Reizker (Tallblodriska)
- Wann und Wo: September bis November, in Kiefernwäldern.
- Merkmale: Orangefarbener Hut mit dunklen, konzentrischen Ringen (Zonen). Bei Verletzung tritt ein orangeroter Milchsaft aus, der nicht verfärbt. Der Stiel ist orange und oft mit dunkleren Grübchen versehen.
- Geschmack: Mild, nussig und würzig, sehr geschätzt. Nach dem Verzehr kann der Urin rot werden, was aber harmlos ist.
- Verwechslungsgefahr: Mäßig. Kann mit anderen Reizker-Arten verwechselt werden, die aber oft einen sich verfärbenden Milchsaft haben.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Edel-Reizker
Hallimasch (Honungsskivling)
- Wann und Wo: August bis November, oft in großen Büscheln auf Wurzeln, Stümpfen und an totem Holz von Laub- und Nadelbäumen. Er gilt als Forstschädling.
- Merkmale: Der Hut ist honiggelb bis bräunlich, oft mit feinen dunklen Schüppchen. Er hat helle Lamellen, die am Stiel herablaufen. Ein charakteristisches Merkmal ist der Ring am Stiel.
- Geschmack: Mild, sollte gut gekocht werden, da er roh leicht giftig ist. Es ist wichtig, nur die Hüte zu verwenden, da die Stiele oft zäh und unverträglich sind.
- Verwechslungsgefahr: Hoch. Kann mit vielen anderen büschelig wachsenden, teils giftigen Pilzen verwechselt werden, wie z. B. dem tödlich giftigen Nadelholzkegelpilz oder dem Grünen Schwefelkopf, der einen bitteren Geschmack hat.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallimasche
Herbsttrompete (Svart trumpetsvamp)
- Wann und Wo: August bis November, oft in feuchten Laubwäldern, insbesondere unter Buchen und Eichen. Sie wächst oft in großen Gruppen, ist aber wegen ihrer dunklen Farbe schwer zu entdecken.
- Merkmale: Der Hut ist trichterförmig und unregelmäßig, graubraun bis schwarz gefärbt. Die Unterseite ist glatt oder hat feine, unregelmäßige Runzeln (keine echten Lamellen). Der Pilz ist hohl und läuft in den Stiel über.
- Geschmack: Sehr würzig und aromatisch, gilt als hervorragender Würzpilz, der getrocknet sein Aroma noch verstärkt.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Es gibt keine wirklich giftigen Doppelgänger in Schweden, die ihm ähneln. Der Graue Leistling ist heller gefärbt und hat deutliche Leisten, aber er ist ebenfalls essbar.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Herbsttrompete
Austernseitling (Ostronmussling)
- Wann und Wo: September bis Februar, oft an alten Baumstämmen und Stümpfen von Laubbäumen wie Buchen oder Weiden.
- Merkmale: Der Pilz wächst in dichten Büscheln. Der Hut ist muschelförmig oder fächerförmig, grau-braun bis bläulich-grau und hat eine glatte Oberfläche. Die Lamellen sind weißlich bis gräulich und laufen am kurzen, oft seitlichen Stiel herab.
- Geschmack: Mild, nussig und angenehm pilzig mit einer festen Konsistenz.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Manchmal kann er mit dem Rillstiel-Seitling verwechselt werden, der aber ebenfalls essbar ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Austern-Seitling
Samtfußrübling (Vinterskivling)
- Wann und Wo: Oktober bis März, wächst in Büscheln auf totem oder lebendem Laubholz.
- Merkmale: Der Hut ist honiggelb bis orangebraun, der Stiel samtig braunschwarz, oft dünn und zäh. Die Lamellen sind weit voneinander entfernt und weißlich bis cremefarben.
- Geschmack: Mild und angenehm pilzig.
- Verwechslungsgefahr: Mäßig. Kann mit dem giftigen Nadelholzkegelpilz oder dem ungenießbaren Schwefelkopf verwechselt werden. Ein gutes Merkmal zur Unterscheidung ist der samtige, braunschwarze Stiel, der im Winter wächst.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Samtfußrübling
Judasohr (Judasöra)
- Wann und Wo: Das ganze Jahr über, am häufigsten jedoch im Herbst und Winter. Wächst vor allem an toten oder geschwächten Holunderbäumen, aber auch an Weiden, Buchen und anderen Laubbäumen.
- Merkmale: Sieht aus wie ein dunkelbraunes, knorpeliges, oft durchscheinendes Ohr, das direkt am Holz wächst. Die Oberfläche ist samtig, die Unterseite glatt.
- Geschmack: Kaum Eigengeschmack, aber eine knackig-knorpelige Textur, die ihn ideal für Suppen und asiatische Wok-Gerichte macht.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Aufgrund seiner einzigartigen Form und Textur ist er kaum zu verwechseln.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Judasohr
3. Vom Waldrand in die Küche: Die wichtigsten Wildkräuter, Wurzeln & Knospen
Brennnessel (Nässla)
- Wann und Wo: Frühling und Frühsommer, an nährstoffreichen Stellen, oft in der Nähe von Siedlungen, Waldrändern.
- Verwendung: Junge Triebe für Suppen, Spinat oder Tee.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die brennenden Haare sind ein deutliches Merkmal.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Brennnesseln
Löwenzahn (Maskros)
Rotklee (Rödklöver) 🌸
- Wann und Wo: Blüten: Spätfrühling bis Herbst (Mai bis Oktober). Wächst auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern in ganz Schweden.
- Verwendung: Die Blüten haben einen milden, süßlichen Geschmack und eignen sich frisch als Dekoration in Salaten, Suppen oder Desserts. Sie können auch zu Sirup, Gelee oder Tee verarbeitet werden. Die jungen Blätter können in kleinen Mengen ebenfalls in Salate gegeben werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Leicht an den runden, rosa-violetten Blütenköpfen zu erkennen. Eine Verwechslung mit dem ähnlichen Weißen Klee (dessen Blüten auch essbar sind) ist unbedenklich.
- Wichtig: Rotklee enthält Isoflavone (Phytoöstrogene). Bei regelmäßigem Verzehr die Menge moderat halten.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotklee
Johanniskraut (Johannesört) ☀️
- Wann und Wo: Blüten: Sommer (Juni bis August). Wächst an sonnigen, trockenen Standorten, Wegrändern und lichten Wäldern in Süd- und Mittelschweden.
- Verwendung: Küchennutzung: Die gelben Blüten eignen sich zur essbaren Dekoration und färben Öle oder Liköre tiefrot (Rotöl). Heilkunde: Traditionell als Tee oder in hochdosierten Präparaten bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen.
- Verwechslungsgefahr: Hoch! Kann mit dem hochgiftigen Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) und dem harmlosen Wiesen-Pippau verwechselt werden.
- Wichtigster Unterschied: Das Jakobskreuzkraut hat Margeriten-ähnliche Blütenköpfe und stark zerfetzte Blätter. Das Echte Johanniskraut hat nur fünf sternförmige Blütenblätter. Beim Zerreiben einer Knospe des Johanniskrauts tritt roter Saft aus (beim Jakobskreuzkraut nicht). Nur sammeln, wenn absolute Sicherheit besteht!
- SEHR WICHTIG: Es kann die Wirksamkeit vieler Medikamente (z.B. Antibabypille, Blutverdünner) stark beeinflussen. Vor der Einnahme immer ärztlichen Rat einholen! Es erhöht zudem die Lichtempfindlichkeit der Haut.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut
Echte Nelkenwurz (Nejlikrot) 🌿
- Wann und Wo: Blätter & Blüten: Frühling bis Herbst. Wurzel: Am besten im Herbst/Winter (Sept. bis Frühjahr). Wächst in ganz Schweden in lichten Wäldern, an Hecken und Wegrändern.
- Verwendung: Die Wurzel duftet und schmeckt nach Nelken (enthält Eugenol) und kann getrocknet und gemahlen als Gewürz (Ersatz für Nelken), zum Aromatisieren von Likör/Wein oder für Tee verwendet werden. Junge Blätter und Blüten passen in Salate oder Kräuterquark.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Wurzel hat einen unverwechselbaren Nelkenduft.
- Wichtig: Aufgrund des Eugenol-Gehalts nur in Maßen als Gewürz verwenden. Nicht in großen Mengen verzehren.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Nelkenwurz
Große Klette (Kardborre)
- Wann und Wo: Wurzel: Herbst des 1. Jahres (bevor sie verholzt). Wächst an Wegrändern, Zäunen, Schuttplätzen, auf nährstoffreichen Böden. Die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch und hat große, herzförmige Blätter.
- Verwendung: Die geschälte Pfahlwurzel kann wie Schwarzwurzeln zubereitet werden (gekocht, gebraten oder als Ofengemüse). Sie schmeckt mild und leicht süßlich. In Japan ist sie als Gobo bekannt. Auch die Wurzeln der einjährigen Pflanze können getrocknet als Kaffeeersatz geröstet und gemahlen werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die großen, filzigen Blätter und die typischen Kletten sind charakteristisch.
- Wichtig: Die Wurzeln von zweijährigen Pflanzen sind oft schon zu holzig. In der Naturheilkunde ist die Wurzel seit langem für ihre Verwendung bei Hautproblemen und zur Haarpflege (Klettenwurzelöl) bekannt.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Große_Klette
Topinambur (Jordärtskocka) 🥔
- Wann und Wo: Herbst bis Frühjahr (September bis April). Wächst in sonnigen Lagen, oft in der Nähe von Gärten oder als verwilderter Bestand an Wegrändern, Bächen und Böschungen. Die Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch und hat leuchtend gelbe Blüten (ähneln Sonnenblumen).
- Verwendung: Die Knolle kann roh (z.B. gerieben im Salat) oder gekocht/gebraten (z.B. als Suppe, Püree, Chips) gegessen werden. Sie hat einen süßlich-nussigen Geschmack. Topinambur ist bekannt für ihren hohen Inulingehalt, der von Diabetikern gut vertragen wird.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Pflanze selbst ist leicht an den Blüten zu erkennen. Die Knolle wird im Boden geerntet.
- Wichtig: Durch den Inulingehalt kann Topinambur bei übermäßigem Verzehr Blähungen verursachen. Am besten langsam an die Menge gewöhnen.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Topinambur
Wilder Knoblauch/Bärlauch (Ramslök)
- Wann und Wo: April bis Juni, in feuchten, schattigen Laubwäldern, oft in großen Kolonien. Nicht überall in Schweden verbreitet, eher im Süden.
- Verwechslungsgefahr: Hoch! Kann mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt werden, die beide hochgiftig sind. Wichtig: Vor dem Sammeln den starken Knoblauchgeruch der Blätter prüfen und nur ernten, wenn man sich absolut sicher ist!
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Bärlauch
Fichtentriebe (Granskott)
- Wann und Wo: Frühling (Mai/Juni), an den Enden der Äste von Fichten.
- Verwendung: Für Sirup, Tee oder als würzige Ergänzung in Salaten.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Fichten
Giersch (Kirskål)
- Wann und Wo: Von Frühling bis Herbst. Wächst häufig als "Unkraut" in Gärten, an Hecken und in schattigen Wäldern.
- Verwendung: Die jungen Blätter eignen sich gut für Salate, Smoothies, Kräuterquark oder als gekochtes Gemüse.
- Verwechslungsgefahr: Gering, aber Anfänger sollten aufpassen. Die Blätter sind dreigeteilt und gezahnt.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Giersch
Sauerampfer (Ängssyra)
- Wann und Wo: Frühling bis in den Spätsommer, auf Wiesen und Feldern. Es gibt eine größere Art (Wiesen-Sauerampfer) auf feuchteren Wiesen und eine kleinere (Kleiner Sauerampfer), die auch auf trockenen Böden wächst.
- Verwendung: Die Blätter haben einen erfrischenden, säuerlichen Geschmack und passen hervorragend in Salate, Kräutersuppen oder Saucen.
- Verwechslungsgefahr: Gering, da der säuerliche Geschmack ein eindeutiges Merkmal ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerampfer
Spitzwegerich (Svartkämpar)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, an Wegrändern, Wiesen und in Gärten. In Schweden gibt es auch den Breitwegerich (Groblad), der ähnliche Eigenschaften hat.
- Verwendung: Junge Blätter können in Salaten verwendet werden. Die Samenstände können gemahlen oder gekocht werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die langen, schmalen Blätter mit den gut sichtbaren Längsrippen sind charakteristisch.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzwegerich
Strand-Wegerich (Gulkämpar)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, an Küsten, Salzwiesen und salzhaltigen Standorten.
- Verwendung: Die fleischigen Blätter können roh oder gekocht gegessen werden. Sie schmecken salzig und passen gut in Salate oder als Beilage.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Er hat sehr schmale, grasähnliche Blätter und wächst an salzigen Standorten.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Strand-Wegerich
Portulak-Keilmelde / Strandsalzmelde (Portlakmålla)
- Wann und Wo: Frühling bis Sommer. Wächst an sandigen oder steinigen Stränden und Ufern der Ostsee und der Westküste, die gelegentlich von Salzwasser überspült werden.
- Verwendung: Die Blätter schmecken deutlich salzig und leicht nach Spinat. Die jungen Blätter können roh im Salat oder gekocht wie Spinat verwendet werden. Auch zum Würzen von Fischgerichten geeignet.
- Verwechslungsgefahr: Gering, da der salzige Standort und der Geschmack einzigartig sind.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Portulak-Keilmelde
Holunderblüten (Fläderblommor)
- Wann und Wo: Frühsommer (Juni). Sträucher wachsen an Waldrändern, Lichtungen und in der Nähe von Siedlungen.
- Verwendung: Ideal für die Herstellung von Sirup, Saft, Tee oder in Teig ausgebacken.
- Verwechslungsgefahr: Gering, aber wichtig, nicht mit dem giftigen Zwerg-Holunder zu verwechseln. Der Echte Holunder wächst als Strauch oder kleiner Baum.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Holunder
Weißdorn (Hagtorn) 🤍
- Wann und Wo: Blüten/Blätter: Frühling (Mai/Juni). Früchte: Herbst (September/Oktober). Wächst an Waldrändern, in Hecken und Gebüschen.
- Verwendung: Früchte (Beeren): Für Mus, Marmelade, Gelee, Saft oder Sirup (oft mit anderen Früchten gemischt, da sie mehlig sind). Blüten/Blätter: Für Tee oder Tinktur (bekannt zur Herzstärkung).
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Pflanze ist leicht an den Dornen und den charakteristischen Blättern zu erkennen.
- Wichtig: Die Kerne der Beeren sollten nicht in großen Mengen verzehrt werden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Weißdorne
Klettenlabkraut (Snärjmåra)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, in Wäldern, an Hecken und Wegrändern.
- Verwendung: Junge Triebe können wie Spinat gekocht werden, geröstete Samen dienen als Kaffeeersatz.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kletten-Labkraut
Knoblauchsrauke (Hässleklöver)
- Wann und Wo: Frühling, an schattigen Plätzen wie Waldrändern, Hecken und in Gärten. Bevorzugt feuchten, nährstoffreichen Boden.
- Verwendung: Alle Teile der Pflanze sind essbar. Die jungen Blätter haben einen milden Knoblauchgeschmack und passen roh in Salate oder gekocht in Suppen. Die Samen können als Gewürz verwendet werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Pflanze riecht deutlich nach Knoblauch, wenn man die Blätter zerreibt.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Knoblauchsrauke
Lindenknospen (Lindknoppar)
- Wann und Wo: Frühjahr, kurz bevor die Blätter austreiben. Linden wachsen in Südschweden und den mittleren Regionen.
- Verwendung: Roh als Snack, in Salaten oder als süßes Topping. Sie schmecken mild, nussig und leicht süßlich.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Sie sind direkt an Linden zu finden.
- Wichtig: Die Knospen entwickeln beim Kauen eine leicht schleimige Konsistenz, was aber normal ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Linden
Haselkätzchen (Hasselnötsblommor) 🌰
- Wann und Wo: Spätwinter bis Frühling (Februar bis April), bevor die Blätter austreiben. An Haselsträuchern, oft an Waldrändern und in Gebüschen.
- Verwendung: Die männlichen Kätzchen (die langen, hängenden) können roh gegessen werden. Sie schmecken nussig und leicht süßlich. Sie eignen sich gut als nahrhaftes Topping für Salate, Müsli oder Smoothies.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Sie sind leicht an den Haselsträuchern zu erkennen.
- Wichtig: Sie sind Pollenträger, daher sollten Menschen mit Haselnuss-Allergie oder starker Pollenallergie vorsichtig sein.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Haseln
Mädesüß (Älggräs)
- Wann und Wo: Juni bis August, an feuchten Standorten wie Wiesen und Ufern.
- Verwendung: Blüten für Tee, Sirup oder zum Aromatisieren von Marmeladen.
- Verwechslungsgefahr: Gering.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Mädesüß
Nachtkerze (Nattljus)
- Wann und Wo: Blüht von Juni bis September. Wächst oft auf trockenen, sandigen Böden, an Wegrändern, Bahndämmen und in Kiesgruben.
- Verwendung: Die Wurzeln der einjährigen Pflanze können wie Schwarzwurzeln oder Kartoffeln gekocht werden. Die jungen Blätter passen in Salate oder als Spinat. Die Blüten (die sich abends öffnen) sind essbar und dekorativ.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die langen, aufrechten Stängel mit den großen, gelben Blüten, die nur nachts geöffnet sind, sind charakteristisch.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Nachtkerzen
Pimpinelle (Pimpinell / Kleiner Wiesenknopf, Sanguisorba minor)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst. Wächst auf sonnigen, trockenen Wiesen, Magerrasen und an Wegrändern. In Schweden vor allem im Süden verbreitet.
- Verwendung: Die jungen Blätter (am besten vor der Blüte) für Salate, Kräuterquark, Kräuterbutter oder als Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße. Sie haben einen unverwechselbaren, gurkenähnlichen Geschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die gefiederten Blätter mit der leichten Rosettenbildung sind charakteristisch. Nicht mit der ebenfalls als Bibernelle bezeichneten Pimpinella verwechseln (Doldenblütler).
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Wiesenknopf
Schafgarbe (Rölleka)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern und auf trockenen Böden.
- Verwendung: Die jungen Blätter und Blüten haben ein würzig-pfeffriges Aroma und eignen sich für Salate, Kräuterquark oder als Tee.
- Verwechslungsgefahr: Hoch! Kann mit hochgiftigen Pflanzen wie dem Gefleckten Schierling oder der Hundspetersilie verwechselt werden. Nur sammeln, wenn man sich absolut sicher ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Schafgarben
Scharbockskraut (Svalört)
- Wann und Wo: Frühling, vor der Blüte. Wächst an feuchten, schattigen Orten wie Wäldern, Bachufern und unter Sträuchern. In Schweden vor allem im Süden verbreitet.
- Verwendung: Nur die ganz jungen Blätter vor der Blütezeit. Sie können in kleinen Mengen roh in Salate, Suppen oder Smoothies gegeben werden. Sie haben einen leicht säuerlichen Geschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Pflanze bildet einen dichten Teppich aus glänzenden, nieren- oder herzförmigen Blättern.
- Wichtig: Alle Teile der Pflanze sind giftig, sobald die Blütezeit beginnt. Unerfahrene Sammler, die sich nicht sicher sind, sollten die Pflanze am besten gar nicht sammeln. Getrocknet ist die Pflanze ungiftig.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Scharbockskraut
Wald-Sauerklee (Harsyra)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, in feuchten, schattigen Laub- und Nadelwäldern, oft auf moosigem Boden.
- Verwendung: Die herzförmigen Blätter haben einen angenehm säuerlichen Geschmack und können in kleinen Mengen roh gegessen oder als Garnitur in Salaten und Suppen verwendet werden. Auch für erfrischende Tees oder Limonaden geeignet. Achtung: Aufgrund des hohen Gehalts an Oxalsäure nur in kleinen Mengen verzehren. Personen mit Gicht, Rheuma oder Nierenproblemen sollten vorsichtig sein.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Er hat sehr charakteristische, dreiteilige, herzförmige Blätter.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wald-Sauerklee
Vogelmiere (Våtarv)
- Wann und Wo: Von Frühling bis in den späten Herbst. Sie wächst fast überall: in Gärten, auf Äckern, an Wegrändern und in lichten Wäldern. Sie bevorzugt lockere, nährstoffreiche Böden.
- Verwendung: Die gesamte oberirdische Pflanze kann roh gegessen werden. Sie hat einen milden, nussigen Geschmack, der oft an Mais erinnert. Sie passt hervorragend in Salate, Smoothies, Kräuterquark oder als frische Garnitur. Gekocht kann sie wie Spinat verwendet werden. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Hinweis: Aufgrund des Saponingehalts nur in haushaltsüblichen Mengen verzehren.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die Pflanze bildet dichte Matten und hat kleine, sternförmige, weiße Blüten. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist eine einzelne Reihe feiner Härchen, die entlang des Stängels verläuft und bei jedem Blattknoten die Seite wechselt.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Vogelmiere
Wunder-Lauch (Snödroppslök )
- Wann und Wo: Frühling (März bis Mai, blüht früher als Bärlauch). In Parks, Flussauen und Laubwäldern, oft in großen, rasenartigen Beständen.
- Verwendung: Blätter, Blütenknospen und Zwiebeln sind essbar. Er schmeckt milder als Bärlauch und eignet sich roh für Pesto, Kräuterbutter oder Salate (nicht erhitzen, da das Aroma verloren geht).
- Verwechslungsgefahr: Mittel. Kann mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt werden. Wichtig: Der Wunder-Lauch riecht stark nach Knoblauch/Lauch, wenn die Blätter zerrieben werden. Im Gegensatz zum Bärlauch sind seine Blätter schmaler und die Pflanze hat meist nur eine Einzelblüte (Bärlauch hat eine kugelige Dolde).
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wunder-Lauch
Hirtentäschel (Rödlomme)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst. Wächst fast überall: auf Äckern, an Wegrändern, in Gärten und auf Schuttplätzen. Weltweit verbreitet, daher auch in ganz Schweden zu finden.
- Verwendung: Die ganze Pflanze ist essbar. Junge Blätter und Triebe (vor der Blüte) für Salate oder gedünstet als spinatähnliche Beilage (würziger, leicht senfartiger Geschmack). Die herzförmigen Schötchen eignen sich als Salatzutat. Getrocknete Wurzeln können als Ingwerersatz dienen.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Leicht an den kleinen, weißen Blüten und den charakteristischen, dreieckig-herzförmigen Schötchen zu erkennen.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Hirtentäschel
Acker-Rettich (Åkerrättika)
- Wann und Wo: Blüht von Mai bis Oktober, auf Feldern und an Wegrändern.
- Verwendung: Die jungen Blätter und Triebe können roh in Salaten oder gekocht wie Spinat verwendet werden. Sie haben einen scharfen, rettichartigen Geschmack. Die Samen können wie Senfkörner genutzt werden.
- Verwechslungsgefahr: Mittel. Ähnelt dem Hederich. Am besten erkennst du ihn an den gelben Blüten mit dunklen Adern.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Acker-Rettich
Birkenknospen (Björkknoppar)
- Wann und Wo: Frühjahr, von Februar bis April, bevor die Knospen austreiben. Birken sind in ganz Schweden verbreitet.
- Verwendung: Roh als Topping für Salate oder Müsli, für Tee oder Tinkturen. Sie haben einen leicht harzigen und nussigen Geschmack.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Sie sind direkt an Birken zu finden.
- Wichtig: Nur in kleinen Mengen verzehren. Bei Birkenpollenallergie vermeiden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Birken
Buchenblätter (Bokblad)
- Wann und Wo: Frühling (April bis Mai), wenn die Blätter frisch austreiben. Buche wächst bevorzugt in Süd- und Mittelschweden.
- Verwendung: Nur die jungen, zarten Blätter für Salate, Smoothies oder Pesto. Sie schmecken frisch und leicht säuerlich.
- Verwechslungsgefahr: Gering, aber Anfänger sollten aufpassen, sie nicht mit den Blättern der Hainbuche zu verwechseln.
- Wichtig: Ältere Blätter werden zäh und bitter und sind nicht mehr genießbar.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche
Echtes Labkraut (Gulmåra)
- Wann und Wo: Sommer (Juni bis September), auf trockenen Wiesen, Weiden, Magerrasen und an Wegrändern.
- Verwendung: Das blühende Kraut wird für Tee gesammelt. Die Blüten haben ein süßliches, honigartiges Aroma und können roh über Salate gestreut werden. Früher wurde die Wurzel zum Gelbfärben und das Kraut zur Käseherstellung (Labersatz) verwendet.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Eindeutiges Merkmal sind die leuchtend gelben Blüten.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Labkraut
Gänseblümchen (Tusensköna)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, auf Wiesen und in Gärten.
- Verwendung: Die Blüten und jungen Blätter können für Salate oder als Garnitur verwendet werden.
- Verwechslungsgefahr: Gering, da die Pflanze sehr bekannt ist.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gänseblümchen
Gänse-Fingerkraut (Gåsört)
- Wann und Wo: Von Frühling bis Herbst, auf Wiesen, Weiden und an Wegrändern, oft an feuchten bis nassen Standorten.
- Verwendung: Die Blätter und Wurzeln können gegessen werden. Die Blätter schmecken leicht nach Gurke und eignen sich für Salate oder Kräuterquark. Die Wurzeln können gekocht werden. Oft wird die Pflanze auch als Tee bei Magenkrämpfen eingesetzt.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Die gefiederten Blätter mit den silbrigen Unterseiten sind charakteristisch.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gänse-Fingerkraut
Gundermann / Gundelrebe (Jordreva)
- Wann und Wo: Frühling bis Herbst, an Hecken, Mauern und in schattigen Gärten. Er bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden.
- Verwendung: Junge Triebe und Blätter haben einen würzigen, leicht bitteren Geschmack und passen gut in Salate, Suppen oder als Gewürz.
- Verwechslungsgefahr: Mittel. Kann mit dem ähnlich aussehenden, aber giftigen Efeu-ähnlichen Gundermann-Efeu verwechselt werden. Achte auf die runden, gekerbten Blätter.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundermann
Wiesen-Labkraut (Stormåra)
- Wann und Wo: Frühsommer bis Herbst (Juni bis September), auf Wiesen, Weiden, an Wegrändern und in lichten Wäldern.
- Verwendung: Die jungen Triebe und Blätter können roh in Salate oder Smoothies gegeben werden, schmecken mild und leicht nach Salat/Rucola. Die Wurzeln wurden früher zum Rotfärben und das Kraut als Labersatz in der Käseherstellung verwendet.
- Verwechslungsgefahr: Gering mit giftigen Pflanzen. Es ähnelt dem Echtem Labkraut, hat aber weiße Blüten und ist nicht klebrig (im Gegensatz zum Klettenlabkraut).
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesen-Labkraut
Wilde Möhre (Vildmorot)
- Wann und Wo: Blüht von Juni bis September. Wächst auf Wiesen, an Wegrändern und auf trockenen Böden. Ist in ganz Schweden verbreitet.
- Verwendung: Die Wurzel der Pflanze ist im ersten Jahr essbar und schmeckt süßlich-würzig (wie eine kleine, blasse Karotte). Die Blätter können als Gewürz genutzt werden. Die Blüten sind essbar.
- Verwechslungsgefahr: Sehr hoch! Sie kann mit dem hochgiftigen Schierling oder der Hundspetersilie verwechselt werden! Wichtig: Nur sammeln, wenn du dir absolut sicher bist! Die Wilde Möhre hat behaarte Stängel und beim Zerreiben der Wurzel riecht sie deutlich nach Karotte.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Möhre
Waldmeister (Myskmadra)
- Wann und Wo: April bis Juni. Wächst in schattigen Laub- und Buchenwäldern auf nährstoffreichen Böden.
- Verwendung: Die jungen Triebe werden vor allem zum Aromatisieren von kalten Getränken wie Bowle (Maibowle) und Limonade, Sirup und Gelee verwendet. Wichtig: Das Kraut sollte vor dem Gebrauch leicht angewelkt werden, damit sich das charakteristische Aroma entwickelt.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Er bildet einen dichten Teppich und hat charakteristische, etagenförmige Quirle von acht Blättern um den Stängel.
- Wichtig: Nur in kleinen Mengen verzehren. Bei Überdosierung kann der enthaltene Stoff Cumarin Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Für die Maibowle gilt die Regel: max. 3 Gramm frisches Kraut pro Liter Wein.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldmeister
Brunnenkresse (Källfräne)
- Wann und Wo: Ganzjährig, aber am besten im Frühling und Sommer. Wächst in und an klaren, fließenden Gewässern (Bäche, Quellen, Gräben), oft in kalten Regionen.
- Verwendung: Blätter und Stängel roh in Salaten, Suppen, Smoothies oder auf Broten. Sie hat einen würzigen, leicht scharfen Geschmack (ähnlich wie Kresse/Senf).
- Verwechslungsgefahr: Gering, aber wichtig ist der Standort im Wasser.
- Wichtig: Nur aus sauberem, unbelastetem Fließgewässer sammeln! Brunnenkresse aus stehenden oder unklaren Gewässern kann mit Parasiten (z.B. dem Leberegel) verunreinigt sein. Am besten nur kultivierte oder aus sehr vertrauenswürdigen Quellen stammende Kresse roh verzehren.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Brunnenkresse
Winterkresse (Vinterkrasse) 🌱
- Wann und Wo: Ganzjährig, aber die jungen Blätter schmecken am besten im Frühling und Winter. Wächst an Land, auf Äckern, Brachflächen und Wegrändern. Sie ist kältetolerant und braucht kein Wasser als Standort.
- Verwendung: Junge Triebe und Blätter roh in Salaten, Suppen oder Pesto. Sie hat einen würzig-scharfen, leicht bitteren Geschmack, der mit dem Alter zunimmt.
- Verwechslungsgefahr: Gering. Sie ist leicht an der bodennahen Blattrosette und den gefiederten, dunkelgrünen Blättern zu erkennen.
- Wichtig: Ältere Blätter werden oft sehr bitter; daher nur die frischen, jungen Triebe verwenden. Die Pflanze enthält Senföle und Vitamin C.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Winterkresse
Verschiedene essbare Algen (Tång)
- Wann und Wo: Ganzjährig, am besten im Frühjahr. An Felsen und Steinen entlang der Küste (Ostsee und Westküste).
- Verwendung: Können frisch als salzige, mineralreiche Ergänzung zu Salaten oder gedämpft wie Gemüse verwendet werden. Getrocknet als Gewürz (z.B. als Ersatz für Meersalz oder als Umami-Pulver). Bekannte Arten: Blasentang (Blåstång), Meersalat (Havssallat).
- Verwechslungsgefahr: Gering. Wichtig: In Schweden sind keine giftigen Algen bekannt, aber es sollten nur saubere Algen aus klarem Wasser gesammelt werden.
- Fotos und mehr Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Algen
Wichtige Hinweise für das Sammeln:
- Allemansrätten (Jedermannsrecht): In Schweden darf man dank des Jedermannsrechts Beeren, Pilze und nicht geschützte Blumen in der freien Natur sammeln, solange man die Natur respektiert und keine Schäden anrichtet oder private Grundstücke betritt.
- Knospen: Das Sammeln von Knospen ist eine tolle Möglichkeit, die Natur noch bewusster zu erleben. Aber denk daran: Sei sparsam beim Sammeln, um den Baum nicht zu schädigen. Ein paar Knospen pro Ast reichen völlig aus.
- Wissen ist der Schlüssel, dann kommt es in die Schüssel.: Sammle nur, was du eindeutig identifizieren kannst. Im Zweifel lieber stehen lassen.
- Nachhaltigkeit: Sammle nur so viel, wie du benötigst, und hinterlasse genügend für Tiere und die Vermehrung der Pflanzen.
- Sammel-Apps und Bücher: Nutze Bestimmungsbücher oder Apps, aber verlasse dich nie ausschließlich auf digitale Hilfen ohne zusätzliche Verifizierung.
Meine persönliche Meinung:
Ich habe schon sehr viele Beeren in Schweden gesammelt. Besonders die Moltebeeren (Hjortron) haben es mir angetan. Es ist aber sehr mühsam, diese zu sammeln. Moltebeeren sind nicht besonders groß und wachsen oft einzeln an den Pflanzen. Das bedeutet, man muss sich bücken und Geduld haben, um eine größere Menge zu sammeln. Es ist kein schnelles "Eimer füllen". Sie wachsen in Mooren und Sümpfen. Das bedeutet, du musst dich auf feuchten, oft unebenen und matschigen Untergrund einstellen. Gummistiefel oder wasserdichte Wanderschuhe sind absolut unerlässlich!
Meine anderen Favoriten, die Himbeeren und Walderdbeeren (Smultron) sind dagegen viel einfacher zu sammeln. Allerdings findet man Walderdbeeren nicht sehr häufig. Es gibt in Schweden den Begriff "Smultronstället". Ein Smultronstället ist ein besonderer, meist geheimer oder nur wenigen bekannter Ort, der einem persönlich viel bedeutet und an dem man sich besonders wohlfühlt, entspannen kann oder an den man schöne Erinnerungen knüpft.
Der Ausdruck kommt daher, dass Walderdbeeren (Smultron) oft an versteckten, sonnigen und idyllischen Plätzen wachsen, die man nur findet, wenn man sie kennt oder danach sucht. Sie sind klein, süß und eine echte Freude, wenn man sie entdeckt.
Ich esse auch sehr gerne Pilze. Allerdings suche ich nicht mehr gezielt danach. Bei einem Waldspaziergang kann man hunderte verschiedene Arten von Pilzen sehen. Und obwohl ich früher ein Pilzbuch dabei hatte, finde ich die Verwechselungsgefahr zu groß. Aber vielleicht kennst du dich ja besser aus.
Nur den Pfifferling (Kantarell), den erkenne ich immer :-)
Diesen Pilz findet man zuhauft in den schwedischen Wäldern und er landet während des Urlaubs mehrmals auf meinem Speiseplan.